Abbruch der Zwischennutzung in der jetzigen Form


Auch wenn im Winter saisonbedingt weniger Programm auf dem Platz war, haben wir im Hintergrund viel gearbeitet.

Wir kämpfen nun seit eineinhalb Jahren für eine Bewilligung auf dem Platz. Im Gegensatz zum vorherigen Projekt NEUstadt-lab, mussten wir für einen ganzjährigen Betrieb ein Baugesuch einreichen. Gegen dieses haben Anwohnerinnen und Anwohner aus dem Gebiet Altenberg/Rabbental ennet der Aare von Beginn weg Einsprache erhoben. Den Betrieb bis jetzt konnten wir nur aufrecht erhalten, weil unter grossem juristischem Aufwand seitens Stadt und Platzkultur jeweils mehrmonatige Sistierungen des Verfahrens ausgehandelt werden konnten.

Wir sind den Anwohnerinnen und Anwohner seit Beginn der Zwischennutzung extrem entgegengekommen und haben die Zwischennutzung flexibel nach deren Bedürfnissen angepasst. Lärmmessungen wurden durchgeführt, die Musikanlage limitiert, Zeiten angepasst, Konzerte abgesagt, Gespräche geführt usw.

Zusammen mit der Stadtverwaltung sind wir, unter grossem Aufwand, seit Sommer 2019 an der Ausarbeitung eines neuen Konzepts, haben eine grosse Umgestaltung geplant und vermehrt auf sportliche Aktivitäten gesetzt. Trotz all unseren Bemühungen sind die Signale der Einsprecherschaft klar: sie werden auch weiterhin Einsprachen machen und den Druck sogar noch erhöhen.
Das störendste an der ganzen Sache ist, dass wir für einen riesigen Stellvertreterkonflikt den Kopf hinhalten müssen. Denn eigentlich kämpfen die Anwohnerinnen und Anwohner gegen die Reitschule und nicht gegen den Betrieb auf der Schütz und attestieren uns das sogar ganz unverblümt.

Wir gingen mit dem Projekt durch widrige Umstände und haben unser Bestes gegeben. Doch noch mühsamere Bedingungen als in den letzten Monaten, halten wir nicht mehr aus und haben uns nun zusammen mit der Stadt zu einem Abbruch durchgerungen.
Ob es eine Zwischennutzung in angepasster Form geben wird, sind wir momentan am abklären.

Unser Dank gebührt den Akteuren der Projekte die ebenfalls unter schwierigen Bedingungen Grossartiges vollbracht haben.
Vielen Dank!

Ebenfalls möchten wir der Stadtverwaltung für die Unterstützung in den Konflikten bis hierhin danken.

Im Kommentar findet ihr die gemeinsame Medienmitteilung der Stadt Bern und Platzkultur.